Was ist Tarot-Interpretation?
Ein Leitfaden, der erklärt, wie Karten durch Symbole, Fragen, Erweiterungen und Intuition an Bedeutung gewinnen.
Was lautet die Tarot-Deutung?
Bei der Tarot-Interpretation geht es nicht darum, die Wörterbuchbedeutung einer Karte zu übernehmen und sie auf die Frage einzufügen. Das Bild der Karte, ihr Name, die Serie, zu der sie gehört, ihr Platz in der Erweiterung und der Ton der Frage werden gemeinsam betrachtet. Deshalb kann dieselbe Karte bei der Frage nach Liebe, Beruf, Familie oder alltäglichen Entscheidungen einen unterschiedlichen Schwerpunkt erhalten.
Das klassische Tarotdeck besteht aus 78 Karten. Das Große Arkana mit 22 Karten beschreibt größere Schwellenwerte und Wendepunkte, während das Kleine Arkana mit 56 Karten alltägliche Emotionen, Gedanken, Handlungen und materielle Probleme beschreibt. Eine gute Tarot-Interpretation kennt zunächst diesen großen Unterschied und schaut dann darauf, wie sich die Karten berühren.
Warum reicht die Kartenbedeutung allein nicht aus?
Für den Anfang sind Kartenbedeutungen erforderlich, aber die Interpretation vertieft sich mit dem tatsächlichen Kontext. Beispielsweise trägt die Mondkarte das Thema Unsicherheit, Intuition und verborgene Emotionen. Aber die Frage ist: „Warum hat sich diese Beziehung verschlechtert?“ Wenn sich die Karte in den unausgesprochenen Bereichen innerhalb der Beziehung befindet; Die Frage lautet: „Soll ich einen neuen Job beginnen?“ weist auf unklare Zustände hin.
Karten, die neben derselben Karte erscheinen, ändern ebenfalls den Satz. Wenn sich neben der Mondkarte eine Zwei der Schwerter befindet, kann ein unentscheidbares Problem in den Vordergrund treten; wenn es eine Sechs der Pokale gibt, ein Gefühl aus der Vergangenheit; Wenn es eine Vier der Pentacles gibt, kann das Bedürfnis nach Vertrauen in den Vordergrund treten. Deshalb handelt es sich bei der Tarotdeutung nicht um das Lesen einer einzelnen Karte, sondern um eine Beziehung zwischen Karten.
Wie fügt die Eröffnungsposition Bedeutung hinzu?
Befindet sich eine Karte in der Mittelposition, kann sie das Hauptthema zeigen, befindet sie sich in der Hindernisposition, kann sie die herausfordernde Seite zeigen, und wenn sie sich in der Stützposition befindet, kann sie die vorliegende Quelle anzeigen. Daher ist die Kartenposition wie die Rolle der Karte im Satz. Die Karte verändert sich mit der Position, genauso wie sich dasselbe Wort verändert, wenn es zum Subjekt, Objekt oder Prädikat wird.
Drei Kartenaufteilungen sind für den Anfang aufschlussreich: vergangener Einfluss, aktuelle Situation, mögliche Richtung. Bei einem solchen Layout ist es notwendig, die Karten nicht einzeln, sondern im Übergang zwischen ihnen zu lesen. Die erste Karte verrät Ihnen, woher Sie kommen, die zweite Karte verrät Ihnen den aktuellen Knotenpunkt und die dritte Karte verrät Ihnen die Bewegungsrichtung.
Wie sollte ein Anfänger lesen?
Vereinfachen Sie zunächst die Frage: „Liebt er mich?“ statt „Welche Emotion ist in dieser Beziehung gerade im Vordergrund?“ Stellen Sie eine besser lesbare Frage wie: Schreiben Sie dann die erste Assoziation der Karte auf. Wo haben Sie auf dem Bild geschaut, welche Farbe oder Figur hat Ihre Aufmerksamkeit erregt, welches Wort hat die Karte in Ihnen hervorgerufen?
Überprüfen Sie dann die klassische Bedeutung. Große Arkana oder Kleine Arkana, welche Serie, welche Nummer? Im letzten Schritt verknüpfen Sie die Karte wieder mit der Frage. Diese Reihenfolge verhindert, dass der Kommentar ein auswendig gelernter Satz ist und hilft dem Leser, wirklich nachzudenken.
Häufiger Fehler
Der häufigste Fehler besteht darin, die Karte in ein einziges Gut-Schlecht-Etikett zu packen. Der Turm bedeutet nicht immer Zerstörung, die Sonne bedeutet nicht immer vollkommenes Glück, der Tod bedeutet nicht immer eine schlechte Nachricht. Karten beschreiben oft Prozesse, Veränderungen, Bewusstsein und Orientierung.
Ein weiterer Fehler besteht darin, die Karte von der Frage abzureißen. Wenn die Frage nicht klar ist, wird die Interpretation unscharf. Deshalb beginnt eine gute Tarot-Lesung mit dem Sammeln der Frage, bevor eine Karte gezogen wird. Wenn die Karte bei der richtigen Frage platziert wird, wird ihre Bedeutung verständlicher.
Kleine Methode für die nächste Lektüre
Zeichnen Sie heute eine einzelne Karte und schreiben Sie drei Zeilen in Ihr Notizbuch: die Frage, die erste Assoziation der Karte, die klassische Bedeutung der Karte. Schauen Sie sich die gleiche Karte am nächsten Tag noch einmal an. Hat sich das anfängliche Gefühl verändert, gab es im Laufe des Tages ein Ereignis, das Sie an die Karte erinnert hat? Diese Übung ist eine der zuverlässigsten Möglichkeiten, die Tarotsprache zu lernen.
Wenn Sie Ihre Lektüre erweitern möchten, untersuchen Sie die Konzepte Tarot, Große Arkana, Kleine Arkana und Kartenposition gemeinsam. Auf der Traumseite erweitern das Sehen eines Spiegels in einem Traum und das Sehen einer Straße in Traumseiten auch die Fähigkeit, Symbole zu lesen.